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Attendorn. Nach drei Monaten Vakanz am Sauerländer Dom hat Kirchenmusiker Michael Wurm am 1. Februar die Lücke geschlossen.  Der noch 41-Jährige hat als Nachfolger von Martin Nyqvist die Leuchtturmstelle wiederbesetzt, die ihn auch mitverantwortlich macht für sämtliche kirchenmusikalische Aktivitäten und alle Orgeln in den Gemeinden des Pastoralverbunds Attendorn.
Was den Beruf des Kirchenmusikers attraktiv macht, war eine Frage, die uns Michael Wurm wie folgt beantwortete: „Es ist zum einen die Kirchenmusik selber, aber auch der Umgang mit ganz vielen Menschen verschiedener Altersgruppen, vom Kindergartenkind bis zum Rentner. Die Zeremonien im Kirchenjahr bieten immer wieder Abwechslung.“ In der Hansestadt hat Michael Wurm gleich „Nägel mit Köpfen“ gemacht. Er hat nicht nur am 1. Februar, seine neue Stelle angetreten, sondern ist mit Frau Gabriele sowie den Kindern Katharina (4) und Johannes (2) in eine Wohnung in der Innenstadt gezogen. Damit hat er kurze Wege, wenn ihn der Orgeldienst an St. Johannes Baptist ruft.

Unser Bild zeigt Michael Wurm auf der Orgelbühne in der Pfarrkirche.

Über Umwege kam Michael Wurm zu seinem jetzigen Traumberuf. In Wenden aufgewachsen, machte der heute 41-Jährige am Städtischen Gymnasium Olpe sein Abitur und widmete sich im anschließenden Zivildienst der Asylbewerberbetreuung innerhalb des Sozialamtes der Gemeinde Wenden. Es folgte eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank Wenden-Drolshagen und einem kurzen Intermezzo in diesem Beruf. Doch dann kam für Michael Wurm die Wende in seinem Leben. Bei der Berufsberatung in Olpe stellte ihm die Sachbearbeiterin die Frage: „Was ist denn mit einem Musikstudium?“ Darauf habe er geantwortet: „Wieso eigentlich nicht.“ Und diese zündende Erkenntnis setzte er schnell in die Tat um. Vorkenntnisse waren vorhanden, denn bereits mit sechs Jahren lernte er Blockflöte, mit acht Jahren begann er das Klavierspielen sowie mit zehn Jahren das Orgelspielen bei seinen privaten Lehrern Alexander Weber und Dieter Moers. Noch im selben Jahr (2004) begann er an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik im schönen Regensburg und an der Universität Regensburg sein Musikstudium. In dann sechs Jahren absolvierte er das Studium der katholischen Kirchenmusik (B-Diplom), das Studium des künstlerischen Hauptfachs Orgel (Diplom) und das Studium des Lehramtes am Gymnasium im Doppelfach Musik mit den Instrumentalfächern Klavier und Gitarre (erstes Staatsexamen). Ab dem Jahre 2005 begann er in der Oberpfalz auch mit der Praxisarbeit, indem er im Singkreis Deuerling als Musiklehrer im Fach Gitarre im außerschulischen Musikunterricht sowie in der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt, Wiesent als  Organist und Chorleiter tätig war. Außerdem brachte sich Wurm in Regensburg am Dom St. Peter und in der Dompfarrkirche St. Ulrich mit seinen Fähigkeiten ein.

Nach dem Studium ließ Michael Wurm Bayern aber noch nicht los. Der Wendener begann im Jahre 2010 die hauptamtliche Tätigkeit als Kirchenmusiker an der Stadtpfarrei St. Georg in Amberg. Ein Jahr später vermittelte er zusätzlich sein Wissen als Lehrkraft im Fach Orgel im Musikgymnasium der überaus bekannten Regensburger Domspatzen. 2013 beendete er diese Aufgaben und Michael Wurm zog es näher zur Heimat. In der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus Wipperführt belegte er die Stelle des hauptamtlichen Kirchenmusikers. Außerdem war er Klavierbegleiter verschiedener Instrumental- und Gesangsschüler und leitete den Männerchor Wipperführt. Nahtlos begann Michael Wurm eine neue Herausforderung am 13.11.2016 als leitender Seelsorgebereichsmusiker in der katholischen Kirchengemeinde Heilige Familie in Köln, die er für die Aufgabe in Attendorn am 31. Januar beendete.

Bild und Text: Meinolf Lüttecke