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Am 02. März hat unser langjähriger Vikar Jörg Heinemann mitgeteilt, dass er nicht länger den Dienst als Priester ausüben wird. Dies bedauern wir sehr! Dennoch haben wir großen Respekt vor seiner Entscheidung.
Lieber Jörg, für die Zukunft wünschen wir dir alles Gute und Gottes Segen!

Folgenden Brief hat er geschrieben:


Liebe Attendorner,

ich schreibe Euch diesen Brief, um Euch darüber zu informieren, dass ich mit sofortiger Wirkung mein Priesteramt nicht mehr ausüben werde.

Nach langer Überlegung und intensiver (auch geistlicher) Prüfung bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich die Lebensform, die einem katholischen Priester aufgegeben ist, nicht mehr länger leben kann und will. Dies habe ich Erzbischof Becker offenbart. Daraufhin hat er mich suspendiert (der normale Vorgang in diesem Fall). Das damit verbundene Gespräch fand in einer wertschätzenden und respektvollen Atmosphäre statt.

Damit kann und darf ich ab sofort nicht mehr priesterlich tätig sein. Ich stehe nun also vor einem Neuanfang, dem ich aber - auch dank der Frau an meiner Seite - gelassen, aber auch erwartungsvoll entgegen gehe. (Besagte Frau stammt übrigens aus Hamm und ich habe sie dort kennengelernt).

In Vorbereitung auf diesen Anlass habe ich in den letzten Tagen und Wochen öfters zurückgeschaut und kann für die vergangenen fast sieben Priesterjahre nur dankbar sein. Ich habe in meinem Beruf vor allem viel Gutes erfahren, habe viele Biographien begleiten und (hoffentlich) bereichern dürfen, tolle Menschen kennengelernt und mich  dadurch weiter entwickelt als ich es mir vorzustellen gewagt hätte. Für all das bin ich sehr dankbar. Auch deswegen gibt es diesen Brief - um Danke zu sagen. Und um mitzuteilen, dass ich den priesterlichen Dienst nicht in Frust oderÄrger verlasse, sondern auch mit einem weinenden Auge und vor allem dankbar für die Begegnungen mit Euch und allen anderen Menschen unterwegs. Es hat Spaß gemacht, mir Freude bereitet und war alles in allem eine wundervolle Zeit.

Somit verbleibe ich mit herzlichen Grüßen und mit einem Segenswunsch aus einem meiner Lieblingskirchenlieder: "Und bis wir uns wiedersehen hoffe ich, dass Gott Dich nicht verlässt. Er halte Dich in seinen Händen, doch drücke seine Hand Dich nicht zu fest."

Euer

Jörg Heinemann