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Alle Interessierten waren herzlich zur Betrachtung eines besonderen Wanderkreuzweges in der Pfarrkirche St. Johnnes Baptist und im Seniorenhaus St. Liborius eingeladen. Aufgrund von Corona musste die Ausstellung leider abgesagt werden. Da dies nun nicht möglich ist, laden wir herzlich ein, den Kreuzweg online zu gehen.

Mit Zustimmung von Frau Jostes dürfen wir diesen besonderen Kreuzweg an dieser Stelle veröffentlichen.

 

Herzlich Willkommen!

 

So haben Sie im Folgenden die Möglichkeit den Weg der acht Impuls-Stationen online zu beten. Dieser Kreuzweg ist besonders an Menschen in stationären Einrichtungen gerichtet. Aber vielleicht finden auch sie, gerade in dieser Zeit etwas Ruhe zum Nachdenken und  zum Gebet mit Gott. Lassen Sie sich einfach drauf ein.

Gestaltet wurden die Bilder von Alexandra Schöpper, Sami Geberemariam, Wendy Abanam, Elisabeth Jostes und Lena Meyer. Dargestellt nach ihren Empfindungen und künstlerischen Gestaltungselementen. Die Texte stehen in tiefer Beziehung dazu und wurden von Frau Elisabeth Jostes erstellt.

Im Kreuzweg Jesu spüren wir: Jesus ist mit seiner Liebe und seinem Leiden mit uns auf dem Weg. Jesus Christus ist bei uns, er ist mit in meinem Leben. Er begleitet mich, weil er mich liebt in meinem ganzen Menschsein, in meiner Schwachheit, in meiner Stärke, in meinem Leiden, in meinem Glück. Wenn wir uns nun auf den Weg machen mit ihm, uns einlassen auf die Stationen seines Kreuzweges, spüren wir, er ist auch mit uns heute unterwegs.


 

1. Station - „ Jesus wird zum Tode verurteilt“

 

1. Station Jesus wird zum Tode verurteilt

 


 

V.: Wir danken dir Herr Jesus Christ

A.: denn durch deinen Tod hast du der Welt das Leben gebracht.

 

„Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufrieden zu stellen, Barnabas frei und gab den Befehl Jesus zu geißeln und zu kreuzigen. Dann legten sie ihm einen Purpurmantel um und flochten einen Dornenkranz. Den setzten sie ihm auf und grüßten ihn: „Heil dir König der Juden!“ Markus 10, 15 -18

Schauen wir auf das Bild. Oben links wäscht Pilatus seine Hände in Unschuld. Er wäscht sich frei von der Schuld. Das Volk will den Tod Jesu -nicht er. Jesus steht nackt, seiner Kleider beraubt, gegeißelt, - den Blicken der Menschen ausgesetzt. Der Hahn kräht und Petrus, unten rechts auf dem Boden sitzend, weint bitterlich. Niemand der für Jesus eintritt.

Manchmal fühle ich mich auch verurteilt. Ich gehe einen Weg, den ich nicht gehen möchte. Manchmal fühle ich mich nackt und den Blicken der Menschen ausgesetzt. Ich bin verzweifelt und traurig weil ich diesen Weg gehen muss.

 


 

Singvers: „Geh mit uns, auf unserem Weg!“

 


 

Jesus du trägst den Dornenkranz wie einen Blumenkranz. Du lässt dir deine Würde nicht rauben. Manchmal fühle ich mich auch nackt. Mein geschundener Körper den Blicken anderer ausgesetzt. Aber du schenkst mir Würde. Du siehst in mich hinein. Du siehst nicht auf das Äußere, du siehst mich als Mensch, mit allem was ich war, was ich bin, was ich habe.

V.: „Jesus, du wurdest zum Tode verurteilt“

A.: „Erleuchte die Menschen, die über das Schicksal anderer Menschen

entscheiden. Zeige du ihnen den richtigen Weg!“

V.: Jesus, du Bruder der Verurteilten und Hilflosen:

A.: Erbarme dich über uns und über die ganze Welt.

 


 

Gl 286, Lied: „Bleibe hier und wache mit mir, wachet und betet!“

 

Bild und Text: Elisabeth Jostes


 

2. Station - „Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern“

 

2. Station Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern 

 


 

V.: Wir danken dir Herr Jesus Christ

A.: denn durch deinen Tod hast du der ganzen Welt das Leben gebracht.

 

Jesus du nimmst das Kreuz auf dich. Du hast dir den Weg nicht ausgesucht. Du bist gezwungen dein Kreuz anzunehmen und die schwere Last zu tragen. Du bist nicht gefragt worden.

Schauen wir auf das Bild. Jesus und das Kreuz. Schwer drückt das Kreuz auf seine Schulter.

Auch ich bin nicht gefragt worden. Ich muss mein Kreuz tragen, meine Krankheit, meine Gebrechen, mein Alleinsein. Ich trage schwer an meiner Last.

 


 

Liedvers: „Geh mit uns, auf unserm Weg!“

 


 

Jesus sieht dein Kreuz und trägt es mit. Das ist unser Glaube, dass Gott auch heute da ist in unserem Leben. Jesus hat uns die Liebe Gottes gebracht und trägt uns auch im Leid.

 

V.: „Jesus, du musstest dein Kreuz selber tragen“

A.: „ Sei allen nahe, die hilflos sind und sich nicht wehren können.“

V.: „Jesus, du Bruder der Ohnmächtigen!“

A.: „Erbarme dich über uns und über die ganze Welt.“

 


 

GL 286, Lied: „Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet“

 

Bild und Text: Elisabeth Jostes


 

3.Station - „Jesus fällt unter dem Kreuz“

 

3. Station Jesus fällt unter dem Kreuz

 


 

V.: Wir danken dir Herr Jesus Christ

A.: denn durch deinen Tod hast du der ganzen Welt das Leben gebracht

 

Jesus liegt zum ersten Mal unter dem Kreuz. Seine Kräfte haben ihn verlassen. Er möchte liegen bleiben, nicht mehr aufstehen. Aber er resigniert nicht; will diesen Weg weiter gehen. Er rafft sich auf und geht weiter mit der ganzen Last.

Schauen wir auf das Bild: Jesus hebt sein Gesicht. Er gibt nicht auf. Er stemmt sich vom Boden ab. Sein Gesicht ist verzerrt, aber nicht hoffnungslos.

Wie fühle ich mich manchmal?
Ich spüre meinen Körper.
Ich spüre meine Kräfte schwinden.
Ich sehe meinen Körper wie er verfällt
Ich möchte die Schwäche zulassen und nicht mehr aufstehen.

 


 

Liedvers. „ Geh mit uns, auf unserm Weg!“

 


 

Jesus du hast uns gezeigt, wie du alle Kraft zusammenraffst und wieder aufstehst. Dein Weg ist noch nicht zu Ende. Auch unser Weg ist noch nicht zu Ende. Schenke uns die Kraft und Zuversicht wieder aufzustehen und unseren Weg weiter zu gehen. Schenke uns den festen Glauben das unser Weg nicht ins Leere geht, sondern uns zu dir führt.

 

V.: Jesus, du bist hingefallen und wieder aufgestanden.

A.: Gib denen Kraft, die mutlos aufgeben wollen.

V.: Jesus, du Bruder der Erschöpften:

A.: Erbarme dich über uns und die ganze Welt

 


 

Lied: „Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet!“

 

Bild und Text: Elisabeth Jostes


 

4. Station - „Simon hilft Jesus das Kreuz tragen“

 

4. Station Simon hilft Jesus das Kreuz zu tragen

 


 

V.: Wir danken dir Herr Jesus Christ

A.: denn durch deinen Tod hast du der ganzen Welt das Leben gebracht.

 

Erneut fällt Jesus unter dem Kreuz. Seine Kräfte haben ihn verlassen.

Simon von Zyrene, der zufällig vorbeikommt, wird von den Soldaten gezwungen die Last des schweren Kreuzes mit zu tragen. Schauen wir sein Gesicht. Es zeigt kein Mitleid. Er hätte anderes zu tun. Freiwillig oder unfreiwillig. Das ist gleich. Er tut diesen Dienst,- er verweigert sich nicht . Und - Jesus nimmt die Hilfe an!

Und ich - Bin ich allein mit meiner Last. Hilft mir niemand auf?

 


 

Liedvers: „Geh mit uns, auf unserm Weg!“

 


 

Ich mache die Augen auf und sehe die freundliche Schwester, die meine Hände nimmt und mir aufhilft, die mit mir ein paar Schritte geht und gute Worte zu mir sagt. Da sehe ich die Frau von der Caritas aus meinem Dorf,die mir Geschichten von dort erzählt. Die freundliche Hand, die mir hilft meine Schuhe anzuziehen. Ich bin dankbar und freue mich!
Kann ich nichts mehr?- Bin ich ein Nichts? Auch wenn meine körperlichen Kräfte versagen. -Ich kann beten für die Menschen, die ich lieb habe und die um mich herum sind. Ich kann ihnen ein kleines Lächeln schenken. Ich kann danke sagen für die Hilfe. - Sie tun mir gut! - Ich tue ihnen gut!

 

V.: Jesus, dir hat ein Mitmensch geholfen, die Last zu tragen“

A.: Lass mich das Bemühen der Menschen um mich herum dankbar sehen.

V.: Jesus, du Bruder der Alleingelassenen:

A.: Erbarme dich über uns und die ganze Welt

 


 

Lied: „Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet!“

 

Bild: Sami Geberemariam / Text: Elisabeth Jostes


 

5. Station - Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

 

5. Station Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

 


 

V.: Wir danken dir Herr Jesus Christ,

A.: denn durch deinen Tod hast du der ganzen Welt Leben gebracht.

 

Viele Menschen stehen am Kreuzweg Jesu und schauen tatenlos zu. Veronika, eine Anhängerin von Jesus, hält ihm ein Leinentuch hin, damit er sein blutendes Gesicht für einen Augenblick trocknen kann.

Schauen wir auf das Bild. Veronika tritt aus der Masse heraus. Sie sieht seine Not, möchte nicht Zuschauer sein, möchte helfen.

Jesus und Veronika. Sie sieht sein Leid. Sie hat Mitgefühl mit Jesus. Sie bleibt nicht am Rande stehen, sondern geht auf ihn zu. Eine kleine Geste aber voller Liebe und dem Wunsch zu helfen. Jesus dankt es ihr mit seinem Antlitz in ihren Händen, mit seinem Bild in ihrem Herzen.

 


 

Liedvers: „Geh mit uns auf unserem Weg!“

 


 

In jeder kleinen Zuwendung erkenne ich deine Liebe. Pflanzt sich deine Liebe, dein Bild in mein Herz. Manchmal empfinde ich die Hand die mich füttert, die Hand die mir hochhilft als störend. Ich möchte es selber tun. Aber es geht nicht.
Jesus, du siehst das Bemühen von Veronika. Sie kann dir nicht die Last abnehmen. Aber du erkennst jede kleine Geste, die sich dem Menschen in Liebe zuwendet.

 

V.: Jesus, Veronika hat deine Not gesehen und Mut gezeigt den Kreuzzug für einen kleinen Moment anzuhalten und dir zu helfen.

A.: Hilf uns, inne zu halten und die kleinen Gesten der Freundschaft zu sehen.

V.: Jesus, du Bruder der Kranken, Armen und Heimatlosen:

A.: Erbarme dich über uns und über die ganze Welt.

 


 

Lied. „Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet!

 

Bild: A.Schöpper / Text: Elisabeth Jostes


 

6. Station - „Jesus begegnet den weinenden Frauen“

 

6. Station Jesus begegnet denweinenden Frauen

 


 

V.: Wir danken dir, Herr Jesus Christus,

A.: denn durch deinen Tod hast du der Welt das Leben gebracht.

 

Zwischen der gaffenden Menge stehen Frauen aus Jerusalem. Sie weinen über das Leid, das Jesus zu tragen hat. Jesus hält an und wendet sich Ihnen zu, spricht sie an: „Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich; Weint über euch und eure Kinder!“

Die Frauen bleiben im Hintergrund. Doch Jesus hört ihr Klagen und sieht ihre Tränen. Sie sind in ihrer Trauer gefangen und hilflos.

Alles was sie sich von dem Mann aus Nazareth erhofft haben scheint zerstört. All die Hoffnung auf ein besseres Leben wird zunichte gemacht.

 


 

Liedvers: „Geh mit uns auf unserm Weg!“

 


 

Wie oft sind wir ohne Hoffnung und Lust auf das Morgen, fühlen uns ausgebremst und gelähmt. Es ist uns zum Weinen, weil wir nicht wissen wie es weiter geht.

 

V.: Jesus in deinem Leid und im Angesicht deines Todes hat dich der Kummer und die Zukunft der Frauen und Kinder von Jerusalem berührt.

A.: Gib allen Menschen die Hoffnung und Zuversicht auf eine gute Zukunft!

V.: Jesus, du Bruder derer, die um eine gute Zukunft gebracht werden:

A.: Erbarme dich über uns und über die ganze Welt.

 


 

Lied: „Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet!“

 

Bild: Wendy Abanam / Text: Elisabeth Jostes


 

7. Station - „Jesus wird seiner Kleider beraubt und ans Kreuz genagelt“

 

7. Station AnsKreuzGeschlagen Hell

 


 

V.: Wir danken dir Herr Jesus Christ

A.: denn durch deinen Tod hast du der Welt das Leben gebracht.

 

Jesus ist völlig ermattet auf dem Kalvarienberg angekommen. Die Soldaten nehmen ihm seine Kleider und teilen sie unter sich auf. Er ist voller Striemen und Wunden. Sein Leiden ist nicht zu Ende. Es vollendet sich hier. Mit Gewalt wird Jesus ans Kreuz genagelt. Die Nägel durchbohren seine Hände und Füße. Aufgerichtet am Kreuz wird sein Herz mit einer Lanze durchbohrt.

Mit ihm werden zwei Verbrecher hingerichtet. Einer spürt: Jesus ist ein besonderer Mensch und wendet sich voll Reue ihm zu. Jesus spürt die aufrichtige Reue des Menschen und verspricht ihm „Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein“

 


 

Liedvers: „Geh mit uns, auf unserm Weg!“

 


 

Wie oft fühle ich mich gedemütigt, wird mein Herz durchbohrt durch Missachtung meiner Person, durch meinen Schmerz, durch Leid, das ich mit ansehen muss. Jesus gibt uns ein unglaubliches Versprechen. „Heute noch wirst du im Paradiese sein“. Paradies , das ist, keine Schmerzen, in Liebe geborgen. Ich, du,- jeder der ihn sucht und sich ihm vertrauensvoll zuwendet.

 

V.: Jesus du wurdest deiner Kleider beraubt und an Kreuz genagelt.

A.: Viele Menschen erleben Gewalt durch Krieg, Gewalt in den Familien, sexuelle Gewalt. Sei du allen Menschen nahe, die unter Gewalt leiden.

V.: Jesus du Bruder aller, die Gewalt erleiden:

A.: Erbarme dich über uns und über die ganze Welt.

 


 

Lied: „Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet!“

 

Bild: Lena Meyer / Text: Elisabeth Jostes


 

Am Ende steht das Kreuz

Steht das Kreuz am Ende?
Erhaben wirkt es, verheißungsvoll.
Nicht im Dunkel gehalten erscheint sanftes Licht,
verheißungsvoll.

Die Dunkelheit nimmt uns nicht gefangen.
Im Kreuz liegt das Versprechen der Erlösung.
„Noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein“
Glaube bewirkt Unglaubliches.

Das Licht von Ostern ist zu erahnen und schenkt uns im Tod Zukunft.
Wir beenden diese Liturgie mit dem Gebet des Herrn:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 



Segen:

Der Herr segne dich und behüte dich,
deinen Leib und deine Seele
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, mit Liebe und Güte kannst du leben;
der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Er wird dich nicht aus seiner Hand gleiten lassen, Tag und Nacht
von einer Ewigkeit zur anderen. Amen