Dekanat Südsauerland unterstützt mit neuem Angebot
Olpe. Ab sofort gibt es im Dekanat Südsauerland ein weiter entwickeltes Angebot: Menschen, die auf der Ebene einer Kirchengemeinde oder innerhalb einer kirchlichen Einrichtung von einem Konflikt betroffen sind, können sich an die neu eingerichtete Konfliktanlaufstelle wenden. Ziel ist es, Konflikte frühzeitig und ortsnah zu bearbeiten und so zu verhindern, dass sie größer werden oder gar eskalieren.
Das Angebot der Konfliktanlaufstelle auf Dekanatsebene steht allen Rat- und Hilfesuchenden aus den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen offen – egal ob hauptamtlich, ehrenamtlich oder als Mitglied einer Gemeinde oder einer Einrichtung.
Besetzt ist die Anlaufstelle mit Mitarbeitenden im Dekanat, die man per E-Mail oder telefonisch erreichen kann. Sie unterstützen direkt bei Differenzen und Meinungsverschiedenheiten zwischen Akteuren in der Kirchengemeinde, wenn diese in maximal drei Gesprächen gelöst werden können. Wenn sich Menschen wegen schwerwiegender oder schon lange bestehender Konflikte an die Stelle wenden, vermitteln sie geeignete Ansprechpartner. Damit baut das Dekanat ein Angebot aus, für das sie bereits in der Vergangenheit Verantwortung hatten.

Gut aufgestellt für das neue Angebot der Konfliktanlaufstelle im Dekanat Südsauerland (v.l.): Manfred Viedenz, Esther Göcke, Dechant Andreas Neuser, Susanne Schönauer, Betina Zimmermann und Hubertus Schmidt.

Verantwortlich für die Koordination ist Dekanatsreferent Manfred Viedenz, im Vertretungsfall Esther Göcke, Dekanatsreferentin für Jugend und Familie. Die eigentliche Konfliktbearbeitung übernehmen dann in ehrenamtlicher Funktion Diplom-Sozialpädagogin Susanne Schönauer, Mitarbeiterin bei der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen (GFO) in Olpe und Diplom-Theologe Hubertus Schmidt, Gefängnisseelsorger in der Justizvollzugsanstalt Attendorn.
„Wir haben mit ihnen kompetente, ehrenamtliche Ansprechpartner gefunden. Einerseits kennen sie die kirchlichen Strukturen und das Personal im Dekanat, andererseits sind sie nicht unmittelbar Teil des „Systems Kirche“. Das eröffnet noch einmal die Möglichkeit, unbefangener mit den möglichen Konfliktparteien umzugehen“, freut sich Dechant Andreas Neuser.
Eine weitere Unterstützung erfährt das Dekanat aus den Beratungsdiensten im Erzbistum durch die Beraterin Betina Zimmermann aus Dreis-Tiefenbach, die begleitend im Hintergrund zur Verfügung steht.
„Gerade zu Beginn einer konflikthaften Situation hat man noch die Möglichkeit, zu vermitteln. Die Konfliktanlaufstelle in unserem Dekanat ist deshalb eine wichtige Ergänzung unserer Aufgaben und Angebote für die Menschen in den Gemeinden. Das Dekanat möchte helfen, trotz eines aufkommenden Konfliktes im Gespräch zu bleiben“, so abschließend Dekanatsreferent Manfred Viedenz.
Die Konfliktanlaufstelle im Dekanat Südsauerland ist über die Rufnummer 02761-941650 zu erreichen.

Einen Flyer mit weiteren Informationen findet man über die Internetseite des Dekanates: www.dekanat-ssl.de

Text: Manfred Viedenz, Dekanatsreferent